Jugendlichen und junge Erwachsenen, die eine psychologische
Diagnostik haben oder bei denen diese noch aussteht, wird in unserer
Einrichtung, dem „Zwischenbahnhof“, durch eine Intensivbetreuung die
Möglichkeit gegeben, ihre individuellen Defizite abzubauen. Sie sollen in ihrer
Persönlichkeit gestärkt werden. Es soll den jungen Menschen ein Umfeld geboten
werden, in dem sie ihren Alltag bewältigt und organisiert bekommen. Die
schulische und berufliche Qualifizierung wird gefördert. Grundlage für einen
Einzug ist die Freiwilligkeit und eine Kostenübernahme durch das zuständige
Jugendamt. Unsere Arbeit beinhaltet natürlich auch die Notwendigkeit,
gesellschaftliche Normen zu vermitteln und durchzusetzen. Dies bedeutet unter
anderem Grenzen aufzuzeigen, diese konsequent durchzusetzen und die Einhaltung
von vereinbarten Pflichten und Aufgaben. Die freizeitpädagogische Arbeit soll
den Heranwachsenden sinnvolle Möglichkeiten der Gestaltung aufzeigen.
Eigeninitiative ist uns hier sehr wichtig. Unser Angebot beginnt bereits mit
einem morgendlichen Weck- und wenn nötig Motivations-programm, über das Einüben
von lebenspraktischen Fähigkeiten und Fertigkeiten (Körper- und
Wohnungshygiene, Einkaufs- und Ernährungsplanung, Geldeinteilung, etc.) bis hin
zum abendlichen Ruhe-ins-Haus-bringen. Innerhalb der Woche finden gemeinsame
Abendessen und an zwei Tagen Gruppenabende statt. Junge Menschen, die in der
Stammeinrichtung „Zwischenbahnhof“ ihre Selbständigkeit bewiesen haben, können
in ein BEW wechseln, in dem sie weiterhin von den bekannten pädagogischen
Fachkräften betreut werden. Natürlich besteht die Möglichkeit, die Angebote des
Stammhauses weiterhin zu nutzen. Volljährige, die in einen eigenen Wohnraum
wechseln, können über den § 30 KJHG Erziehungshilfe erhalten. Durch diese
Betreuungsform soll der Erhalt der Wohnung gesichert und die erreichten Ziele
weiter stabilisiert und ausgebaut werden.